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Pressemitteilung
15.12.2009 – Paul Schäfer

Truppenabzug aus Afghanistan sofort einleiten


"Realität ist, dass jede militärische Kraftanstrengung in Afghanistan den Karren tiefer in den Dreck gefahren hat; und Realität ist, dass die Zahl der Gefechte im Gleichschritt mit der Zahl der NATO-Soldaten steigt", kommentiert Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Aussage von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, man müsse sich bei der Bewertung des Bombenangriffs von Kundus an der Realität orientieren. Schäfer weiter:

"Dass die Bundesregierung ihre Afghanistanpolitik künftig an der tatsächlich vorfindbaren Situation ausrichten will statt an Wunschdenken und Bündnisräson, ist ein überfälliger Schritt. Leider steht zu befürchten, dass ihr Blick auf die Realität eben durch Wunschdenken, Bündnisräson und möglicherweise auch Korpsgeist getrübt ist. Andernfalls müsste sie aufhören, um jeden Preis die Strategie der militärischen Eskalation zu rechtfertigen und auszubauen.

DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, die Konsequenzen aus ihrer neu entdeckten Realitätsliebe zu ziehen, den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan einzuleiten und sich für einen innerafghanischen Versöhnungsprozess und eine Lösung des Afghanistankonflikts durch Verhandlungen einzusetzen."

























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