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Arbeit unbefristet - das muss drin sein!

Arbeit unbefristet – das muss drin sein!

2,7 Millionen Menschen in Deutschland haben einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind dreimal so viele wie vor 20 Jahren. Nahezu jede zweite Neueinstellung ist befristet. DIE LINKE stellt sich diesem Trend entgegen. Wir fordern, dass unbefristete Arbeit wieder zur Regel wird.

 

DIE LINKE will:

1. Befristungen ohne Sachgrund abschaffen

DIE LINKE fordert die Streichung der „sachgrundlosen Befristung“ aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz.

2. Sachgründe beschränken

DIE LINKE will Befristungen auf ein unvermeidbares Maß reduzieren. Wir verlangen die Streichung des Sachgrundes „Befristung zur Erprobung“. Bei öffentlicher Finanzierung soll die Befristung der Haushaltsmittel kein Grund mehr für die Befristung von Arbeitsverträgen sein. 

3. Kettenbefristungen verhindern

Spätestens jeder dritte Vertrag beim gleichen Arbeitgeber muss ein fester Vertrag sein. Wenn eine Arbeitskraft mehr als zwei Mal einen Vertrag erhält, kann ihr Einsatz als regelmäßig und dauerhaft angesehen werden. 

Die gesetzlichen Regelungen zu Befristungen

Befristungen sind Arbeitsverhältnisse, die auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sind. Sie werden in § 14 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) geregelt. Es gibt zwei Arten von Befristungen:

  • die durch einen sachlichen Grund gerechtfertigte Befristung
  • die sachgrundlose Befristung.

In § 14 Absatz 1 des TzBfG werden die wichtigsten zulässigen sachlichen Gründe aufgezählt: z.B. vorübergehender Bedarf, Vertretung eines Beschäftigten, erste Stelle nach Ausbildung oder Studium, Befristung zur Erprobung, Bezahlung aus befristeten Haushaltsmitteln.

Befristungsgründe lassen sich abwechselnd so kombinieren, dass sich Beschäftigte über lange Zeit oder sogar dauerhaft in Kettenbefristungen befinden.

In § 14 Absatz 2 TzBfG steht die sachgrundlose Befristung. Unternehmen haben die Möglichkeit, eine Person für die Dauer von zwei Jahren ohne Angabe eines konkreten Grundes befristet einzustellen. Innerhalb der zwei Jahre können sie den Vertrag bis zu drei Mal verlängern. Eine sachgrundlose Befristung ist nicht möglich, wenn mit demselben Arbeitgeber vorher bereits ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

 

Cartoons und Comic-Strips

 

© 123comics

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Filme
Film #1: »Sachgrundlose Befristung abschaffen!«

 

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Film #2: »Verlässliche Lebensplanung ermöglichen«

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Film #3: Kettenbefristungen abschaffen

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Film #4: Junge Menschen wollen unbefristete Arbeitsverträge 

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Film #5: Befristungen verhindern Mitbestimmung

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Parlamentarische Initiativen der Fraktion DIE LINKE zum Thema

25.10.2013 – GESETZENTWURF – Drucksache Nr. 18/7

Entwurf eines Gesetzes zur Abschaffung der sachgrundlosen Befristung

Mehr gute Arbeit heißt mehr unbefristete Arbeit. Unbefristete Verträge müssen wieder die Regel werden. Befristete Arbeitsverhältnisse sind auf ein unvermeidbares Maß zurückzuführen. Im Teilzeit- und Befristungsgesetz werden daher die Möglichkeiten zur Befristung ohne Sachgrund gestrichen. Damit wird die Zulässigkeit einer Befristung dahingehend beschränkt, dass für diese immer ein sachlicher Grund vorliegen muss. Das Ziel ist mehr Sicherheit im Erwerbsverlauf.

Gesetzentwurf herunterladen

26.06.2014 – ANTRAG – Drucksache Nr. 18/1874

Das unbefristete Arbeitsverhältnis zur Regel machen

Für die Qualität von Arbeit ist es entscheidend, ob ein Arbeitsvertrag befristet ist oder nicht. Befristete Arbeitsverträge erschweren die Lebensplanung. Die Beschäftigten werden diszipliniert und mundtot gemacht. Der Kündigungsschutz wird ausgehöhlt. DIE LINKE fordert daher die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung sowie die Streichung des Befristungsgrundes "Erprobung" und der Haushaltsmittelbefristung. Das unbefristete Arbeitsverhältnis muss wieder die Regel werden. 

Antrag herunterladen

26.02.2015 – ANTRAG – Drucksache Nr. 18/4098

Kettenbefristungen abschaffen

Neben der Abschaffung der sachgrundlosen Befristung und neben der Streichung der Sachgründe "zur Erprobung" und "Haushaltsbefristung", müssen auch Kettenbefristungen beendet werden. Regelmäßig werden Fälle bekannt, bei denen Beschäftigte über viele Jahre mit immer neuen befristeten Arbeitsverträgen, die auf sachlichen Gründen basieren, bei ein und demselben Arbeitgeber angestellt sind. DIE LINKE fordert, dass spätestens der dritte Vertrag bei demselben Arbeitgeber ein unbefristeter sein muss. 

Antrag herunterladen


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Folder »Arbeit unbefristet«  

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Für immer mehr Menschen werden befristete Arbeitsverträge zur Regel – mit schwerwiegenden Folgen für Arbeitsbedingungen, Entlohnung, berufliche Entwicklung und Lebensplanung. DIE LINKE will, dass unbefristete Arbeit wieder zum Normalfall wird. Unser Folder zeigt, worum es uns geht.

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